Monate: Februar 2014

vor-sonnenaufgang

Wie läuft’s mit deinem Schweigen?

Viele meiner Freunde und Initiierte in allen Ländern schreiben mir und fragen: „Swamiji, wie läuft’s mit deinem Schweigen?“ Ich bin versucht zu antworten: „Wie läuft’s mit deinem Sprechen?“ Statt eines fünfjährigen Gelübdes haben die meisten ein lebenslanges Gelübde zu sprechen. Für viele ist Schweigen nicht so natürlich. Für andere wiederum, für Wahrheits- und Ruhesuchende ist Schweigen der natürliche Zustand, aus dem wir gekommen sind und in den wir uns wieder auflösen werden. Durch all unsere nach außen gerichteten Sinneshandlungen hindurch fließt ununterbrochen eine Stille  als innere Basis. Manch einer behandelt mein Fünfjahresgelübde als ‚heldenhaft‘, oder vielleicht als etwas, das ich getan habe aus erheblicher Selbstverleumdung heraus! Tatsächlich ist es aber so, dass ich mir diese Freude gönne. Ja, mit  meinem Genuss an dieser Freude läuft’s sehr gut, aber ich erreiche damit nicht alles, was ich erhofft hatte. Meine Hoffnung war, mich zu befreien aus allen  Wicklungen mit der Organisation des Ashrams. Ein paar Leiter haben bestimmte Bereiche davon übernommen und mich so etwas erleichtert, aber noch nicht ganz, und es gibt täglich hunderte von E-Mails, …

kiesel

Zwei Wege im Yoga

Es gibt viele Missverständnisse über Yoga. Es gibt viele Yoga-Wege, und unterschiedliche Yogis wählen unterschiedliche Wege. Hier werden wir nur über zwei Wege sprechen, um ein paar Missverständnisse zu klären. Es gibt eine allgemeine Auffassung darüber, dass alle Yogis von Gesundheit und Jugend strahlen. Manchmal hören wir Fragen wie: Wenn er ein Yogi ist, warum trägt er eine Brille? Wir werden nun ein wenig erklären. Ramakrishna Paramahansa starb an Krebs. Swami Vivekananda starb an Diabetes. Paramahamsa Yogananda starb an einem Herzinfarkt – so hören wir. Aber wir haben keinen Zweifel über ihre Errungenschaften im Yoga. Hier gibt es zwei Wege. Der Weg der Dhyana-Yogis und der Weg der Hatha-Yogis. Die Hathayoga-Übungen, die Jugend und strahlende Gesundheit gewähren, sind sehr zeitaufwendig. Die Dhyana-Yogis führen eine Grundlage an Hatha-Übungen aus, um es dem Körper zu ermöglichen, in Meditation sitzen zu können. Sie ziehen es dann vor, innere meditative Übungen zu praktizieren, um die Ziele der Erkenntnis von der Unendlichkeit und von Moksha zu erreichen. Sogar die Übungen der Dhyana-Yogis und der Hatha-Yogis unterscheiden sich von Grund auf. …