Autor: Sabine Strätger

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Warum an Einsamkeit leiden

Geschrieben von Swami Veda Warum an Einsamkeit leiden, wenn du göttliches All-eins-Sein genießen kannst? Warum an Einschränkungen leiden, wenn du im meditativen Inneren deines Herzens Freude erleben kannst? Warum in die Schatten unterm Baum schauen, wenn Licht durch seine Blätter scheint? Warum dir Feinde schaffen, wenn du Freunde haben kannst? Warum hassen, wenn du lieben kannst? Warum weinen anstatt zu lachen? Ändere deine Hürden in Segen. Ändere deine Tränen in Lächeln durch Liebe, Vertrauen und Verständnis. Wenn du auf dem Grund deiner Einsamkeit und deines Alleinseins meditierst, deiner Tränen und deines Lächelns, wirst du einen Strahl göttlichen Lichts finden, der durch dich hindurch fließt und die festgewordene Dunkelheit des Lebens hinwegschmilzen lässt. Sieh in die Sonne von heute an, und nimm das Licht und die Herrlichkeit in deine Seele hinein. Möge das Strahlen deiner Seele die ganze Welt berühren. übersetzt von Sabine Strätger

Sorglosigkeit

Sorgen machen

„Sich Sorgen machen ist eine selbstgemachte Krankheit. Du hast dir dein ganzes Leben lang Sorgen gemacht und trotzdem bist du noch am Leben. Wenn du zurückblickst, wirst du festellen, dass deine komplette Vergangenheit von Sorgen erfüllt war, und trotzdem lebst du noch und und kannst lächeln. Aufgrund dieser Erfahrung kannst du dich selber dazu bringen, dich von Sorgen nicht mehr beeinflussen zu lassen. Sorgen rauben dir Energie. Beunruhigt sein ist wie ein Auto das fährt, aber nirgendwo ankommt. Dein Geist grübelt, aber es kommt nichts dabei heraus. Es gibt Leute, die sich gerne Sorgen machen. Sie haben das Gefühl, wenn sie keine Sorgen haben, hat das Leben keinen Zweck. Die Gedanken zu kontrollieren, meint nicht Trägheit oder Wunschlosigkeit. Gedankenkontrolle macht dich kreativ, ausgeglichen und geschickt. Sie kann dich nicht vom Grübeln abhalten, aber sie kann dir helfen, es zu kanalisieren und umzuwandeln. Niemand könnte behaupten, er würde sich keine Sorgen machen, aber manch einer kann sagen, na klar, habe ich Sorgen, aber ich erlaube ihnen nicht mir zu schaden. Wenn du dir dauernd Sorgen machst, …

samadhi

Ich hätt‘ so gern Samadhi

„Oh, ich sitze hier in einer schönen Körperhaltung. Sieh nur, wie gut ich das mache. Räucherstäbchen duftet. Kerze brennt. Ich hab‘ Visionen. Ist das nicht Samadhi?“ „Nein, Samadhi ist das nicht. Samadhi ist nicht hier in diesem Zimmer. Diesem Körper. Diesem Geist. Samadhi gibt es gar nicht.“ – Swami Rama zu Doug Boyd in dem Buch Swami, S.33 Kann ich Samadhi erlangen? Kann ich Samadhi 2024 erlangen? Oder jetzt gleich? Dies wird das Thema des Sangha-Treffens vom 21. bis 26. Februar 2016 sein. Seit meiner Kindheit habe ich von den Yogis gehört und gelesen, dass man nach drei Stunden und 36 Minuten Samadhi erreicht, wenn man nur absolut still sitzt, ohne die allergeringste Bewegung. Gurudeva Swami Rama hat das ebenfalls mehrere Male bestätigt. Ich kann mir vorstellen, dass einige, die das lesen, jetzt versuchen werden, still zu sitzen mit der Absicht, ‚ich will mich drei Stunden und 36 Minuten nicht bewegen‘. Aber nach 25 Minuten fängt schon die Nase fürchterlich an zu jucken und das Knie zu zerren, und puh, jetzt muss ich auch meinen …

Sonne

Die Initiation (Einweihung)

Was bedeutet Initiation? Man sagt, dass die Yoga-Praxis alle Ebenen unseres Seins zu einer Einheit verbindet. Auf ähnliche Art wirkt sich die Initiation auf alle Ebenen unseres Lebens aus: Physisch, psychisch und spirituell. Mal sehen, was Initiation auf jeder dieser Ebenen bedeutet. Einweihung auf physischer Ebene Auf körperlicher Ebene markiert das Initiationsritual einen Wendepunkt in deinem Leben. Durch die Einweihung wird jemand ein Schüler eines bestimmten Guru des Yoga und stellt sich selbst unter die direkte Vormundschaft seines spirituellen Meisters oder Lehrers, der den gleichen Yoga-Stil praktiziert. Gewissermaßen bedeutet initiiert sein, ein Teil der Familie zu werden, mit den Brüdern und Schwestern als Co-Initiierte und den Älteren als Lehrer. Wie bei allen Ritualen werden der Initiator (der Lehrer) und der zu Initiierende (der Schüler) eine vorgeschriebene Zeremonie ausführen. In der Himalaya-Tradition sollte sich der Schüler oder die Schülerin vor dem Tag der Einweihung reinigen, indem er oder sie ein Bad nimmt, rein vegetarische Nahrung zu sich nimmt und Gelassenheit des Geistes pflegt. Zum Ritual bringt dann der Schüler oder die Schülerin dem Guru ein dakshina, …

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Warum Seelenschmerzen?

Ich kranke wie eine Mutter krankt, die ihr kränkliches Kind im Arm hält. Ich kranke am Leiden derer, die ich überall in der Welt geliebt habe. Genau wie Kinder wollen sie nicht hören. Wenn unsere Gefühle wie Werkzeuge mit den Fähigkeiten eines Handwerkers benutzt werden, bleiben sie süße poetische Empfindungen und verwandeln das Leben wie Mondschein auf dem See. Wenn sie eine Schlinge um uns legen, einen Zügel um unseren Mund, und wir ihnen folgen und jedem ihrer Gesichter und Gezeiten nachjagen, zerschlagen sie uns. Sie werden zur Sucht mit allen Symptomen und Konsequenzen. Lös‘ Schlinge und Zaumzeug, mach! Erkläre dich unabhängig von ihnen. Lass sie auf deine Komandos hören. Warum läuft dein Ozean hinter Wellen her? Es gibt einen Ort in dir, der ein Reservoir an Kraft ist. Nimm davon wie ein Durstiger in der Wüste aus einer Quelle trinken würde! Wie? Hast du ‚wie‘ gefragt, als du vor Hunger das erste Mal gestillt wurdest? Was bedeutet das Geheule und ‚wie‘-Gerufe bloß, das ich überall höre? Das Wisssen ist doch in dir. Ich wünsche …

mit freundlicher Genehmigung von AHYMSIN International

Yoga Jugend- und Kinder-Retreat vom 22. – 31. Dezember 2015 im Swami Rama Sadhaka Grama (SRSG), Rishikesh, Indien

Alle Eltern würden ihre Kinder gern mit geistigen Werten aufwachsen sehen, haben aber oft nicht die Möglichkeit, sich diesen Wunsch zu erfüllen. Bisher hatten wir zwei Kinder-Retreats im SRSG mit Kindern jeden Alters, dabei war sogar ein 82-jähriges Kind namens Swami Veda Bharati! Wir hatten eine großartige Zeit mit Stille, Lernen, Inspiration, Lachen und Spaß. Ein Elternteil hat 40 Bäume gespendet und die Kinder haben sie eingepflanzt und ihnen Namen gegeben. Kommt her und schaut euch das an! Am letzten Tag versammelten sich alle Kinder um mich herum und fragten, ob wir nicht jedes Jahr solch ein Treffen haben könnten und ich habe zugestimmt. Und, wollt ihr eure Kinder dieses Jahr vom 22. bis 31. Dezember herschicken? Dann schreibt bitte an ahymsin@ahymsin.org oder childrensretreat@gmail.com Swami Veda Bharati Bild und Text mit freundlicher Genehmigung von AHYMSIN International übersetzt von Sabine Strätger