Alle Artikel in: Swami Veda

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Warum an Einsamkeit leiden

Geschrieben von Swami Veda Warum an Einsamkeit leiden, wenn du göttliches All-eins-Sein genießen kannst? Warum an Einschränkungen leiden, wenn du im meditativen Inneren deines Herzens Freude erleben kannst? Warum in die Schatten unterm Baum schauen, wenn Licht durch seine Blätter scheint? Warum dir Feinde schaffen, wenn du Freunde haben kannst? Warum hassen, wenn du lieben kannst? Warum weinen anstatt zu lachen? Ändere deine Hürden in Segen. Ändere deine Tränen in Lächeln durch Liebe, Vertrauen und Verständnis. Wenn du auf dem Grund deiner Einsamkeit und deines Alleinseins meditierst, deiner Tränen und deines Lächelns, wirst du einen Strahl göttlichen Lichts finden, der durch dich hindurch fließt und die festgewordene Dunkelheit des Lebens hinwegschmilzen lässt. Sieh in die Sonne von heute an, und nimm das Licht und die Herrlichkeit in deine Seele hinein. Möge das Strahlen deiner Seele die ganze Welt berühren. übersetzt von Sabine Strätger

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Warum Seelenschmerzen?

Ich kranke wie eine Mutter krankt, die ihr kränkliches Kind im Arm hält. Ich kranke am Leiden derer, die ich überall in der Welt geliebt habe. Genau wie Kinder wollen sie nicht hören. Wenn unsere Gefühle wie Werkzeuge mit den Fähigkeiten eines Handwerkers benutzt werden, bleiben sie süße poetische Empfindungen und verwandeln das Leben wie Mondschein auf dem See. Wenn sie eine Schlinge um uns legen, einen Zügel um unseren Mund, und wir ihnen folgen und jedem ihrer Gesichter und Gezeiten nachjagen, zerschlagen sie uns. Sie werden zur Sucht mit allen Symptomen und Konsequenzen. Lös‘ Schlinge und Zaumzeug, mach! Erkläre dich unabhängig von ihnen. Lass sie auf deine Komandos hören. Warum läuft dein Ozean hinter Wellen her? Es gibt einen Ort in dir, der ein Reservoir an Kraft ist. Nimm davon wie ein Durstiger in der Wüste aus einer Quelle trinken würde! Wie? Hast du ‚wie‘ gefragt, als du vor Hunger das erste Mal gestillt wurdest? Was bedeutet das Geheule und ‚wie‘-Gerufe bloß, das ich überall höre? Das Wisssen ist doch in dir. Ich wünsche …

mit freundlicher Genehmigung von AHYMSIN International

Yoga Jugend- und Kinder-Retreat vom 22. – 31. Dezember 2015 im Swami Rama Sadhaka Grama (SRSG), Rishikesh, Indien

Alle Eltern würden ihre Kinder gern mit geistigen Werten aufwachsen sehen, haben aber oft nicht die Möglichkeit, sich diesen Wunsch zu erfüllen. Bisher hatten wir zwei Kinder-Retreats im SRSG mit Kindern jeden Alters, dabei war sogar ein 82-jähriges Kind namens Swami Veda Bharati! Wir hatten eine großartige Zeit mit Stille, Lernen, Inspiration, Lachen und Spaß. Ein Elternteil hat 40 Bäume gespendet und die Kinder haben sie eingepflanzt und ihnen Namen gegeben. Kommt her und schaut euch das an! Am letzten Tag versammelten sich alle Kinder um mich herum und fragten, ob wir nicht jedes Jahr solch ein Treffen haben könnten und ich habe zugestimmt. Und, wollt ihr eure Kinder dieses Jahr vom 22. bis 31. Dezember herschicken? Dann schreibt bitte an ahymsin@ahymsin.org oder childrensretreat@gmail.com Swami Veda Bharati Bild und Text mit freundlicher Genehmigung von AHYMSIN International übersetzt von Sabine Strätger

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Wie läuft’s mit deinem Schweigen?

Viele meiner Freunde und Initiierte in allen Ländern schreiben mir und fragen: „Swamiji, wie läuft’s mit deinem Schweigen?“ Ich bin versucht zu antworten: „Wie läuft’s mit deinem Sprechen?“ Statt eines fünfjährigen Gelübdes haben die meisten ein lebenslanges Gelübde zu sprechen. Für viele ist Schweigen nicht so natürlich. Für andere wiederum, für Wahrheits- und Ruhesuchende ist Schweigen der natürliche Zustand, aus dem wir gekommen sind und in den wir uns wieder auflösen werden. Durch all unsere nach außen gerichteten Sinneshandlungen hindurch fließt ununterbrochen eine Stille  als innere Basis. Manch einer behandelt mein Fünfjahresgelübde als ‚heldenhaft‘, oder vielleicht als etwas, das ich getan habe aus erheblicher Selbstverleumdung heraus! Tatsächlich ist es aber so, dass ich mir diese Freude gönne. Ja, mit  meinem Genuss an dieser Freude läuft’s sehr gut, aber ich erreiche damit nicht alles, was ich erhofft hatte. Meine Hoffnung war, mich zu befreien aus allen  Wicklungen mit der Organisation des Ashrams. Ein paar Leiter haben bestimmte Bereiche davon übernommen und mich so etwas erleichtert, aber noch nicht ganz, und es gibt täglich hunderte von E-Mails, …

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Zwei Wege im Yoga

Es gibt viele Missverständnisse über Yoga. Es gibt viele Yoga-Wege, und unterschiedliche Yogis wählen unterschiedliche Wege. Hier werden wir nur über zwei Wege sprechen, um ein paar Missverständnisse zu klären. Es gibt eine allgemeine Auffassung darüber, dass alle Yogis von Gesundheit und Jugend strahlen. Manchmal hören wir Fragen wie: Wenn er ein Yogi ist, warum trägt er eine Brille? Wir werden nun ein wenig erklären. Ramakrishna Paramahansa starb an Krebs. Swami Vivekananda starb an Diabetes. Paramahamsa Yogananda starb an einem Herzinfarkt – so hören wir. Aber wir haben keinen Zweifel über ihre Errungenschaften im Yoga. Hier gibt es zwei Wege. Der Weg der Dhyana-Yogis und der Weg der Hatha-Yogis. Die Hathayoga-Übungen, die Jugend und strahlende Gesundheit gewähren, sind sehr zeitaufwendig. Die Dhyana-Yogis führen eine Grundlage an Hatha-Übungen aus, um es dem Körper zu ermöglichen, in Meditation sitzen zu können. Sie ziehen es dann vor, innere meditative Übungen zu praktizieren, um die Ziele der Erkenntnis von der Unendlichkeit und von Moksha zu erreichen. Sogar die Übungen der Dhyana-Yogis und der Hatha-Yogis unterscheiden sich von Grund auf. …