Swami Rama, Übungspraxis, Weisheit

Sorgen machen

Sorglosigkeit

„Sich Sorgen machen ist eine selbstgemachte Krankheit. Du hast dir dein ganzes Leben lang Sorgen gemacht und trotzdem bist du noch am Leben. Wenn du zurückblickst, wirst du festellen, dass deine komplette Vergangenheit von Sorgen erfüllt war, und trotzdem lebst du noch und und kannst lächeln. Aufgrund dieser Erfahrung kannst du dich selber dazu bringen, dich von Sorgen nicht mehr beeinflussen zu lassen. Sorgen rauben dir Energie. Beunruhigt sein ist wie ein Auto das fährt, aber nirgendwo ankommt. Dein Geist grübelt, aber es kommt nichts dabei heraus. Es gibt Leute, die sich gerne Sorgen machen. Sie haben das Gefühl, wenn sie keine Sorgen haben, hat das Leben keinen Zweck.

Die Gedanken zu kontrollieren, meint nicht Trägheit oder Wunschlosigkeit. Gedankenkontrolle macht dich kreativ, ausgeglichen und geschickt. Sie kann dich nicht vom Grübeln abhalten, aber sie kann dir helfen, es zu kanalisieren und umzuwandeln. Niemand könnte behaupten, er würde sich keine Sorgen machen, aber manch einer kann sagen, na klar, habe ich Sorgen, aber ich erlaube ihnen nicht mir zu schaden. Wenn du dir dauernd Sorgen machst, kann du nichts richtig genießen, nicht den Schlaf, Sex, Essen oder sonst irgendwas. Du kannst nicht mal dein Dasein genießen. Du solltest lernen, alles mögliche zu genießen, indem du den Sorgen nicht erlaubst dich zu bedrängen. Wenn du etwas machen musst, tu es einfach, aber trage es nicht die ganze Zeit in Gedanken mit dir herum. Das ist wirklich eine sehr schädliche Angewohnheit.“

Swami Rama, Samadhi the Highest State of Wisdom: Yoga the Sacred Science
übersetzt von Sabine Strätger